Wie ein Gespräch in einem gemütlichen Café lädt jede Folge dazu ein, in das Leben einer Person aus der LGBTIQA*-Community einzutauchen.
Kindheit, Queer sein, Bewusstwerdung, Coming-out, Role Models, Community und vieles mehr: Der intersektionale, queerfeministische Podcast ermöglicht LGBTIQA*-Menschen, ihre Stories in einem saferen Space zu erzählen. 🖤💛
#18 Lynn | Intergeschlechtlichkeit, medizinische Gewalt, Metal
06.04.2026 85 min Élie Chevillet
Heute darf ich Lynn empfangen.
Lynn ist intergeschlechtlich. Geboren mit Penis, Vagina, Hoden, Eierstock und Gebärmutter, war Lynn ein gesundes Kind. Doch Ärzt*innen entschieden früh, dass dieser Körper „korrigiert“ werden müsse. Es folgten sieben Operationen. Ohne medizinische Notwendigkeit wurden Gonaden entfernt, ein Penis amputiert und Hormone verabreicht.
Lange wusste Lynn nicht, was überhaupt los war. Mit 21 erfuhr Lynn in der Therapie von der eigenen Intergeschlechtlichkeit.
Was Lynn erlebt hat, ist kein Einzelfall. Es ist Teil systemischer sexualisierter Gewalt gegen inter* Menschen. Ein medizinisches System, das aus Angst, Normdenken und wirtschaftlichen Interessen heraus Körper verstümmelt – statt sie zu schützen.
Mittlerweile ist Lynn seit fast zehn Jahren aktivistisch unterwegs. 2017 wurde Lynn im Zuge der Debatte um den dritten Geschlechtseintrag bundesweit sichtbar – danach folgte ein medialer Marathon. Beim inter* Stammtisch entstand zum ersten Mal ein Zugehörigkeitsgefühl. Heute unterstützt Lynn andere inter* Personen und klärt Angehörige in Vereinen auf.
Lynn ist außerdem Frontperson einer Death-Metal-Band. Metal ist für Lynn kein Zufall – es ist ein Raum, der Wut, Schmerz und Lebenskraft halten kann.
Lynn ist intergeschlechtlich. Geboren mit Penis, Vagina, Hoden, Eierstock und Gebärmutter, war Lynn ein gesundes Kind. Doch Ärzt*innen entschieden früh, dass dieser Körper „korrigiert“ werden müsse. Es folgten sieben Operationen. Ohne medizinische Notwendigkeit wurden Gonaden entfernt, ein Penis amputiert und Hormone verabreicht.
Lange wusste Lynn nicht, was überhaupt los war. Mit 21 erfuhr Lynn in der Therapie von der eigenen Intergeschlechtlichkeit.
Was Lynn erlebt hat, ist kein Einzelfall. Es ist Teil systemischer sexualisierter Gewalt gegen inter* Menschen. Ein medizinisches System, das aus Angst, Normdenken und wirtschaftlichen Interessen heraus Körper verstümmelt – statt sie zu schützen.
Mittlerweile ist Lynn seit fast zehn Jahren aktivistisch unterwegs. 2017 wurde Lynn im Zuge der Debatte um den dritten Geschlechtseintrag bundesweit sichtbar – danach folgte ein medialer Marathon. Beim inter* Stammtisch entstand zum ersten Mal ein Zugehörigkeitsgefühl. Heute unterstützt Lynn andere inter* Personen und klärt Angehörige in Vereinen auf.
Lynn ist außerdem Frontperson einer Death-Metal-Band. Metal ist für Lynn kein Zufall – es ist ein Raum, der Wut, Schmerz und Lebenskraft halten kann.
Content Note: In dieser Folge geht es um Operationserfahrungen, sexualisierte Gewalt und Traumata.
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